10 Tage spaeter

Am 3. Oktober um 17.45 lokaler Zeit kam ich in New York an, nachdem mein Flug auf meinen Protest hin verlegt wurde; statt einem fuenfstundigen Aufenthalt in London hatte ich nur einen einstuendigen in Mailand. Als ich in Newark ankam, waren es noch etwa 25 Grad; die ganze darauffolgende Woche sollte das Wetter noch altweibersommerlich heiss bleiben. Ich stieg aus dem Taxi an der 20. Strasse Ecke 9. Avenue aus, hievte meine 50 kg schweren Riesenkoffer in den fuenften und letzten Stock des fuer New Yorker Verhaeltnisse antiken Hauses und klingelte an der Tuer. Barbara, meine einstweilige Mitbewohnerin, oeffnete die Tuer und gab den Blick frei auf den endlosen Korridor, der das ganze Appartement durchzieht. Ich war sofort hingerissen und ueberwaeltigt von dieser Wohnung; von ihrer Groesse (etwa 80 Quadratmeter), ihrem leicht Bohèmien-maessigen Charme (sie ist voll von alten Moebeln, die ebenso merk- wie liebenswuerdig sind, unter anderem gibt es ein Spinett, einen zum Beistelltisch umfunktionierten Naehmaschinentisch, zwei Kamine und einen Stuhl, der an einen mittelalterlichen Thron erinnert) und ihrer exzellenten Lage. Sofort machte ich einige Fotos, unter anderem dieses, welches unsere von einem der Wohnzimmerfenster ausgehende Feuerleiter und die neunte Avenue zeigt.

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